Pressetext
Wenn ein Produkt in Serie geht, beginnt das Feintuning an der Produktionsanlage. So sind die Prüfabläufe bei der Funktionsprüfung zwar definiert, sie müssen aber häufig noch verbessert werden. Ziel ist es, Prozesszeiten zu reduzieren und gleichzeitig die Produktqualität abzusichern. Wie gut, dass sich der Prüfablauf mit teamsoft.TEST jederzeit flexibel und ohne spezielle Softwarekenntnisse optimieren lässt.
Ob sich die Taktzeit in einem Produktionsprozess noch weiter verkürzen lässt, darüber entscheidet sehr häufig der Zeitbedarf für die End-of-line Prüfung. „Wer seine Produktionsanlage auf höchste Produktivität trimmen möchte, sollte sich die Prüfabläufe ansehen“, empfiehlt auch Ralph Heckmann, Section Manager Automotive der teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH, Freiberg (Neckar). „Die Funktionsprüfung ist oft der Flaschenhals der gesamten Produktion. In der Regel gilt: Je weniger Zeit ich für die einzelnen Prüfschritte benötige, umso höher ist der Output meiner Anlage.“
Um den Kunden die Möglichkeit zu geben, Prüfabläufe schnell und flexibel zu optimieren, hat teamtechnik die Prüfsoftware teamsoft.TEST entwickelt. Das webbasierte Tool ist so konzipiert, dass Anwender ohne spezielle Programmierkenntnisse Funktionsprüfungen auf Prüfständen konfigurieren können. Das gilt sowohl in der Entwicklung als auch beim Audit und in der Serienproduktion. Dabei ist die Prüfsoftware so flexibel gestaltet, dass selbst während des Prüfbetriebs arbeitsvorbereitend Abläufe und Einstellungen geändert werden können, ohne dass dies die laufende Prüfung beeinflusst. Die Anlagensteuerung von teamsoft.TEST setzt auf dem bewährten LabVIEW®-Laufzeitsystem des Marktführers National Instruments® auf.
Konfigurieren statt programmieren
„Wir haben teamsoft.TEST so gestaltet, dass Anwender den Prüfablauf intuitiv per drag & drop aus einzelnen Modulen zusammenstellen können“, erläutert Stefan Kortyka, Section Manager Software Development bei teamtechnik, das Konzept der Software. „Unter Modulen
verstehen wir dabei Basisfunktionen wie etwa Zeit- und Schnittstellenfunktionen, E-/A-Funktionen und Trigger, die bereits zu Prüfbefehlsequenzen zusammengefasst wurden.“ Von Anfang an steht den Anwendern eine umfangreiche Bibliothek mit fertigen Modulen und Flusssteuerungs-Elementen zur Verfügung, die sich optional um weitere Basisfunktionen erweitern lässt. Darüber hinaus kann der Anwender aus den Basisfunktionen im Programmiersystem eigene Prüfmodule in beliebiger Feingliederung zusammenstellen. „Als Kunde muss ich mich also nicht erst aufwändig in den Programmcode einarbeiten oder einen Softwareexperten einfliegen lassen“, so Heckmann. „Vielmehr kann ich meinen Prüfablauf selbst flexibel um weitere Prüfschritte erweitern. Gleichzeitig reduziert die Verwendung vordefinierter Module die Gefahr von Programmierfehlern.“ Die für eine Prüfaufgabe definierten Module lassen sich problemlos für unterschiedlichste neue Prüfaufgaben wiederverwenden. Vielfach können auch Programmteile direkt aus LabVIEW® übernommen werden.
Durch die Gliederung in Module werden selbst komplexe Prüfabläufe übersichtlich als Workflow-Prozess dargestellt und sind leicht editierbar. Eine Vielzahl von Assistenten sowie eingebaute Fehleranalyse- und Fehlersuchfunktionen unterstützen den Anwender beim Zusammenstellen des Prüfablaufs. Auch Mehrfach-Auswahl und copy/paste sind möglich. Als Strukturen im Prüfablauf sind Sequenzen, Alternativverzweigungen und optional die Multitaskingfähigkeit, also Parallelausführung von Prüfschritten, vorgesehen. Neu ist die Möglichkeit, im Workflow Wiederholungen in Form von while-, for- und if-Schleifen in den Programmablauf einzubauen.
Vollautomatische Prüfung von mechatronischen Bauteilen
Häufig macht der starke Wettbewerbsdruck mit immer kürzeren Produktlebenszyklen eine hohe Typenvielfalt mit ständig neuen Varianten in variabler Stückzahl auf einer Anlage erforderlich. Mitunter werden auf einer Fertigungsstraße mehrere hundert verschiedene Produkte hergestellt. teamsoft.TEST wurde entwickelt für die vollautomatische End-of-line-Prüfung von mechatronischen Bauteilen im Typenmix, beispielsweise bei Ventilen, Pumpen, Getrieben oder Lenkungen. Ebenso ist die Software ideal geeignet für Funktionsprüfungen an handbeladenen Prüfständen sowie für Entwicklungsprüfstände.
„Anfangs sind die Prüfabläufe noch sehr von den Anforderungen der Entwickler bestimmt“, erläutert Automations-Spezialist Heckmann. „teamsoft.TEST hilft, die begrenzte Zeit bis zur Serienproduktion sinnvoll zu nutzen – nämlich für die notwendigen Tests statt für überflüssige Programmierarbeit. So kann der Kunde seine Anlage entweder früher in Betrieb nehmen oder aber – bei vorgegebenen Zeitrahmen – ausgiebiger testen.“
In der Regel dauert es einige Monate bis Produkterfahrung vorliegt und Prozesse so optimiert sind, dass die Produktion stabil läuft. Gerade in diesem Zeitraum müssen die Prüfabläufe immer wieder angepasst werden. „Da ist es hilfreich, wenn Sie als Kunde die gewünschten Änderungen schnell selber vornehmen können“, so Heckmann.
Alle Versionen der mit teamsoft.TEST erstellten Prüfabläufe mit den jeweils eingestellten Parametern sowie sämtliche Messwerte am Prüfstand werden in einer SQL-Datenbank gespeichert. Dadurch ist jederzeit eine durchgehende Rückverfolgung der Prüfabläufe gewährleistet.
Trennung von Laufzeit- und Programmiersystem
Im Normalfall wird teamsoft.TEST auf einem Prüfstandrechner ausgeführt, ebenso gut können Programmiersystem und Datenbank aber auch auf einem Server installiert werden und über das Intranet an den Arbeitsplatz-PCs aufgerufen werden. Die Software setzt sich zusammen aus den Hauptkomponenten Programmiersystem, Laufzeitsystem, Visualisierung und Auswertung. Die Programmierung bzw. Parametrierung des Prüfablaufs sowie die Auswertung der Daten erfolgen in einer integrierten webbasierten Programmoberfläche.
Das Laufzeitsystem führt die erstellten Abläufe unabhängig vom Programmiersystem auf dem Prüfstand aus. Durch diese Trennung von Programmier- und Laufzeitsystem können auch während des Prüfbetriebs arbeitsvorbereitend neue Prüfabläufe erstellt oder Parameter editiert werden, ohne dass dadurch die laufende Prüfung beeinflusst wird. Dies ermöglicht eine Optimierung der Prüfabläufe über die gesamte Produktlebenszeit inklusive Weiterentwicklung und Varianten der Produkte.
Das Laufzeitsystem ist z. B. auf der Echtzeit-Hardware von National Instruments® lauffähig. Die Echtzeitfähigkeit erfordert eine Trennung von Visualisierung und Messtechnik. Dies führt zu einer Platzersparnis am Prüfstand. Darüber hinaus werden Data Acquisition (DAQ)-Hardware-Komponenten von National Instruments® für Industrie-PCs unterstützt. Zusätzlich lassen sich Speicherprogrammierte Steuerungen (SPS) der führenden Hersteller über Ethernet- oder Profibus-DP (Decentralized Peripherials) anbinden, kalibrieren und visualisieren. Eine Erweiterung um kundenspezifische Mess-Hardware ist jederzeit möglich.
teamsoft-TEST kann Einzelwerte und Kennlinienverläufe aufzeichnen und auswerten. Zu den Auswertungs- und Berechnungsfunktionen zählen unter anderem die Bestimmung von Mittelwert, Steigung, Ableitung, Kennlinien, Hüllkurvenverletzungen, Mittelkennlinien, Kurvenabstand sowie Hystereseauswertungen. Die Online-Visualisierung erfolgt getrennt von Laufzeit- und Programmiersystem und ist somit nicht an den Prüfstand gebunden. Es lassen sich sämtliche Einzelmesswerte, Kurven und deren Auswertungen sowie I.O-/N.I.O-Bewertungen anzeigen. Dabei sind die grafischen Oberflächen sehr flexibel an die individuellen Anforderungen anpassbar. Ein Handmenü mit Visualisierung der Schnittstelle zur SPS wurde ebenfalls realisiert.
Leit- und Programmiersystem werden eins
„In teamsoft.TEST steckt die Erfahrung aus 20 Jahren Prüfsoftware-Entwicklung“, so Stefan Kortyka. „Im nächsten Schritt wollen wir teamsoft.TEST mit unserem Leitrechnersystem teamsoft.MES zusammenführen. Der Kunde erhält so eine durchgängige Bedienung bei Programmierung, Parametrierung, Auswertung und Statistik kompletter Montage- und Prüfanlagen. Ein Novum im Bereich der Automatisierung.“
Kurzportrait: teamtechnik Maschinen- und Anlagenbau GmbH
Das Freiberger Unternehmen mit Sitz in Freiberg am Neckar fertigt seit über 30 Jahren intelligente und zuverlässige Automatisierungslösungen für die Automobilindustrie, Medizin- und Solartechnik. Die Anlagen, mit Schwerpunkt auf Montage und Prüfung, zeichnen sich durch modularen und standardisierten Aufbau aus. Teamtechnik gilt als internationaler Technologieführer für hochflexible Automatisierung. Mit insgesamt 400 Beschäftigten weltweit erreicht das Unternehmen einen Umsatz von über 75 Millionen Euro.
www.teamtechnik.com
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teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH
Planckstraße 40
71691 Freiberg
Fon: +49 (0) 71 41 / 70 03 - 1 67
Fax: +49 (0) 71 41 / 70 03 - 145
E-Mail: uta.straube@teamtechnik.com
((Bildunterschriften:
Systemstruktur der neuen Prüfsoftware teamsoft.TEST
Auf einer übersichtlichen grafischen Oberfläche kann der Prüfablauf modular mit beliebiger Feingliederung realisiert werden.
Prüfstand für mechatronische Produkte mit neuer Prüfsoftware von teamtechnik))
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Ansprechpartner Presse
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